Bielefeld: Open Innovation City

Kategorie:

Standortförderung und Leerstand

Organisation und Zusammenhalt

Einwohnerzahl: 334.200
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Jahr der Umsetzung: 2019
Projektvolumen: mehr als 100.000 €

Warum Best Practice?

  • Vorreiter und Vorbild: Bielefeld ist erste Open Innovation City Deutschlands und plant die Entwicklung eines Transferkonzepts für andere Städte
  • Ganzheitliche Strategie: mit einem umfangreichen Konzept und einer hohen Umsetzungskraft gelingt es Bielefeld, das Innovationsgeschehen anzutreiben
  • Vernetzung: vielseitige Formate zum lokalen und internationalen Austausch
  • Klarer Erfolg: bisher 1.115 Teilnehmer*innen (Stand April 2021), Entstehung neuer Ausgründungen und Geschäftsmodelle

Zielstellung

Was wollen wir erreichen?

  • Schaffung einer spürbaren Kultur der Innovationsorientierung durch Bearbeitung zukunftsrelevanter Themen in Zusammenarbeit mit einem aufgebauten Netzwerk
  • Durch Innovationskraft im Wettbewerb der Städte und Regionen herausstechen
  • Innovative Unternehmen und Produkte, zukunftsorientierte Forschung, wegweisende soziale Entwürfe sowie talenterte Köpfe hervorbringen

Projektbeschreibung

Was ist unser Projekt? Worum geht es?

In Bielefeld wird das Prinzip der Open Innovation erstmals auf eine gesamte Stadt übertragen. Im Netzwerk aus Wirtschaft, Hochschulen, Startups, Politik, Verwaltung und Gesellschaft werden zukunftsrelevante Themen gemeinsam bearbeitet und so eine spürbare Kultur der Innovationsorientierung geschaffen. Das durch das MWIDE NRW geförderte Projekt läuft bis ins 2. Quartal 2023. Dabei wird eine eigens entwickelte digitale Innovationsplattform implementiert, über die Ideen ausgetauscht und gemeinsam entwickelt werden können. Außerdem werden zahlreiche Formate und Events zur stadtinternen und internationalen Vernetzung angeboten. Das eröffnete „Innovation Office“ in der Bielefelder Innenstadt dient als zentraler Ort der Innovationsförderung und Beteiligung am lokalen und internationalen Innovationsgeschehen.

Die Förderung des offenen Austauschs von Expertise unterschiedlicher Akteure und Fachbereiche zielt darauf ab, Fähigkeit und Talente zu entwickeln und zu halten, relevante Forschungs- und Entwicklungsleistungen hervorzubringen sowie in Bielefeld eine wettbewerbsfähige Wirtschaft zu ermöglichen, die für innovative Produkte und Dienstleistungen steht.

Das gesamte Projekt der Open Innovation City wird dokumentiert und sämtliche Einzelmaßnahmen in wissenschaftlicher Form veröffentlicht. Daraus soll ein Transferkonzept für andere Städte entwickelt werden.

Projekt-Fahrplan

Wie sind wir vorgegangen?

Die Open Innovation City wird getragen von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) GmbH, der Founders Foundation gGmbH, der Pioneers Space GmbH und dem owl maschinenbau e. V. Die vier beteiligten Organisationen erarbeiteten eine Vorkonzeption für das Projekt Open Innovation City im Rahmen eines Förderantrags. Zudem waren zu Projektbeginn sowohl eine wissenschaftliche Analyse- als auch eine Konzeptionsphase von je 9 Monaten Teil des Projektplans.

Bereits im April 2020 wurde das Projekt konzipiert und erprobt. Die Umsetzungsphase startete im Januar 2021 und soll noch bis ins 2. Quartal 2023 reichen. Durch die hohe Anschubskraft des Projekts wurden bereits folgende Meilensteine in die Umsetzung gebracht:

  • seit März 2020: Pilotierung eines Innovationsprozesses mit den Stadtwerken Bielefeld zum Thema LoRaWAN, in dem neue Geschäftsfelder sowie Anwendungsfälle gemeinsam entwickelt wurden.
  • seit Mai 2020: Aufbau einer internationalen Innovationspartnerschaften mit Tampere/Finnland und Tel Aviv/Israel. Erste gemeinsame Events wurden im August 2020 realisiert.
  • Juni 2020: Durchführung des BIE-City Hackathon zum Corona-bedingten „neuen Normal“ mit dem Digitalisierungsbüro der Stadt Bielefeld. 30 Teilnehmer erarbeiteten ein Wochenende lang kreative Lösungsansätze. Die daraus entstandenen Ideen werden im Rahmen der Open Innovation City bis zur Umsetzung begleitet.
  • seit Oktober 2020: Durchführung der ersten von vier geplanten „Innovation Gyms“ – eine kostenlose Workshopreihe für Unternehmen, in der Instrumente und Methoden der offenen Innovation vermittelt werden. Der Kick-Off und die Bewerbungsphase der ersten Reihe fand im Oktober 2020 statt, die Workshops laufen von Januar bis Mai 2021. Die nächste Wiederholung findet im 2. Halbjahr 2021 statt.
  • seit Januar 2021: Veröffentlichung des „Vordenker“-Podcast by Open Innovation City im 2-wöchigen Rhythmus. Darin werden Vordenker und Experten zu zukunftsrelevanten Trends interviewt.
  • März 2021: Veröffentlichung des Trendbuchs „Innovation für Städte & Regionen“
  • März 2021: Veröffentlichung der Studie „Innovation Talent Survey“
  • April 2021: Eröffnung des Innovation Offices als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle der Open Innovation City im Herzen der Stadt. Interner Bezug im April 2021, die offizielle Eröffnung folgt im Juli 2021.
  • April 2021: Start des Leuchtturms „frugale Innovation“ mit Positionierung des Themas auf der Hannover Messe. Ziel ist es, die Potentiale in der Pilotbranche Anlagen- und Maschinenbau bekannt zu machen. Zuvor hatte die Open Innovation City in einer Studie den Implementierungsgrad von frugalen Innovationen in dieser Fokusbranche evaluieren.

Im weiteren Projektverlauf sind u.a. geplant:

  • Juni 2021: Start der digitalen Innovationsplattform. Sie bietet Raum zur Co-Creation (Ideen gemeinsam umsetzen, Herausforderungen an die Innovatoren-Gemeinschaft stellen), zur regionalen und internationalen Vernetzung von Innovatoren, als Show-Room für Innovationen etc.
  • Internationales Innovatoren-Programm: Innovatoren aus den Innovationspartnerschaften (z.B. Tampere in Finnland) werden zu Workshops und Networking-Angeboten eingeladen. Diese sind themenbasiert auf Basis der Leuchtturmthemen ausgerichtete, bspw. „frugale Innovation“.
  • Entwicklung weiterer Innovations-Tools und eines Innovations-Index
  • Ausarbeitung eines Transferkonzepts für andere Städte

Partnerschaften

Wer war mit im Boot?

Stadtverwaltung; Dienstleistungsunternehmen; Kammern und Verbände; Stiftungen

Konkret: Fachhochschule des Mittelstands (FHM) GmbH; Founders Foundation gGmbH; Pioneers Space GmbH; owl maschinenbau e. V.; Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld

Aufwände

Das Projekt wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen mit 5,4 Mio. EUR gefördert.

Für die Projektlaufzeit wurden 10 Voll- und Teilzeitstellen geschaffen. 

Gut zu wissen

Unsere Tipps für Nachahmer

Coronabedingt konnten Formate, Veranstaltungen und die internationalen Besuche bisher überwiegend nur rein virtuell durchgeführt werden.

Aber insbesondere durch Teilnehmer-/Follower-/Zuhörerzahlen (Events, Social Media, Podcast), die Ergebnisse unserer Formate (Kooperationen, Ausgründungen, Entwicklung von Geschäftsmodellen) sowie das qualitative (internationale) Netzwerk zeigt sich bereits die hohe Bedeutung und der Bedarf für die Inhalte und Ansätze des Projekts.

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