Bamberg: Der Bamberger Einkaufsgutschein – CITY SCHEXS

Kategorie: Innovation im Handel
Einwohnerzahl: 77.600
Bundesland: Bayern
Jahr der Umsetzung: 2005
Projektvolumen: bis 50.000 €

Warum Best Practice?

  • Pionier: Erster Stadtgutschein und seitdem erfolgreicher, ständig weiterentwickelter Dauerbrenner
  • Vorbildcharakter: Hohe Übertragbarkeit, Gutscheinsysteme in über 30 Kommunen nach Bamberger Vorbild
  • Erfolgsmodell: Sehr hohe Anzahl der teilnehmenden Unternehmen, Verkaufsstellen, Auflagen sowie der verkauften CITY SCHEXS pro Jahr, Umsatz seit Februar 2005: über 13 Mio.€

Zielstellung

Was wollen wir erreichen?

  • Kaufkraftbindung
  • Standortförderung
  • Refinanzierung
  • Bildung eines übergeordneten Netzwerks

Projektbeschreibung

Was ist unser Projekt? Worum geht es?

Das durch den Stadtmarketing Bamberg e.V. initiierte Gutscheinsystem „Die Bamberger CITY SCHEXS“ ist der Pionier im Hinblick auf Stadtgutscheine. Zum Start des Gutscheins im Jahr 2005 waren rund 200 Unternehmen beteiligt. Mittlerweile ist die Teilnehmerzahl auf rund 450 Betriebe gestiegen (Stand: März 2021). Während der Corona-Pandemie konnte der etablierte Gutschein gezielt zur Förderung der regionalen Wirtschaft von Kommune, Verbänden und Institutionen eingesetzt werden.

Projekt-Fahrplan

Wie sind wir vorgegangen?

Im Vorfeld der Einführung der CITY SCHEXS wurde ein Konzept unter Berücksichtigung eines Marketing-/Bewerbung- & Finanzierungskonzeptes erarbeitet. Diese Konzeptionsphase umfasste rund 6 Wochen und knapp 80 Arbeitsstunden. In der folgenden Umsetzungsphase musste ein Hauptpartner/-sponsor, aktuell die VR Bank Bamberg-Forchheim eG, für das Projekt gewonnen und Teilnehmer*innen akquiriert werden. Des Weiteren wurde ein Abrechnungsprogramm zur Verarbeitung der Gutscheine installiert, mehrere Gutscheinauflagen mit unterschiedlichen Motiven produziert und eingeführt, Medienpartnerschaften mit Zeitungen, dem Radio und dem Fernsehen geschlossen sowie Marketingaktivitäten umgesetzt. Der Zeitraum von der Konzeption bis zur Einführung/Realisierung der CITY SCHEXS umfasste knapp 6 Monate.
Wesentliche Weiterentwicklungen in den letzten Jahren umfassten die kontinuierliche Erhöhung der Teilnehmerzahl sowie des Gutscheinumsatzes, die Aufnahme eines QR-Codes mit dem Ziel einer vereinfachten Abrechnung, die Einführung des 44-Euro-CITY SCHEXS sowie die ständige Aktualisierung und Modifizierung des Marketing- und Bewerbungskonzeptes.
Zuletzt wurde am Aufbau, beziehungsweise der Entwicklung eines ergänzenden, digitalen Gutscheinsystems gearbeitet.

Partnerschaften

Wer war mit im Boot?

Stadtverwaltung; Einzelhandel; Hotellerie / Gastronomie; Dienstleistungsunternehmen; Industrie- und Gewerbeunternehmen; Innerstädtische Einkaufszentren; Bürgerschaft

Konkret: Oberbürgermeister Andreas Starke; Ertl Einkaufszentrum Karl-Heinz-Ertl; alle teilnehmenden Projektpartner aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleister etc.; VR Bank Bamberg-Forchheim eG als Hauptsponsor

Aufwände

Das Projekt beansprucht im laufenden Betrieb rund 35 Wochenstunden. Dieser Aufwand ist nicht in der hohen Anzahl der teilnehmenden Unternehmen (mittlerweile rund 400) begründet, sondern hängt vielmehr von dem Erfolg bzw. Umsatz der Gutscheine ab – je mehr CITY SCHEXS verkauft werden, desto größer der Zeit- und Finanzierungsaufwand.
Daneben kann das Umsetzen neuer, zusätzlicher Marketingmaßnahmen und Bewerbungsaktivitäten einen wesentlichen Mehraufwand und eine zusätzliche Finanzierungshürde darstellen.
Die finanziellen Aufwände werden im Finanzierungskonzept, welches aus den Säulen Sponsorenkonzept, Medienpartnerschaften, Abrechnungsgebühren sowie der Refinanzierung von Werbemaßnahmen durch die teilnehmenden Händler besteht, geplant.

Gut zu wissen

Unsere Tipps für Nachahmer
Die Gutscheine sollten wertig (in Design und Material sein). Die Werbe- und Begleitinformationen (Teilnehmerheft, Internetdarstellung, Teilnehmeraufkleber) sollten zudem die Teilnehmer des jeweiligen Marktes (Handel, Gastronomie, Hotel, Dienstleistung, Freie Berufe) ausreichend abbilden.
Neben dem Finanzierungskonzept ist auch das Marketing/die Bewerbung der Gutscheine von großer Bedeutung.

Wichtigster Kostenfaktor ist der Gutscheinumsatz sowie die Umsetzung von Marketing-/Bewerbungsmaßnahmen und die dauerhafte Beschäftigung mit dem Gutscheinprojekt. Die Höhe der Teilnehmerzahl unter den Unternehmen ist von der Kostenseite von untergeordneter Bedeutung.

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