Fürth: Einkaufsführung und Kunstspaziergang

Kategorie:

Erlebnis- und Lebensraum

Innovation im Handel

Events, Belebung und Frequenz

Marketing und Kommunikation

Einwohnerzahl: 128.200
Bundesland: Bayern
Jahr der Umsetzung: 2004
Projektvolumen: weniger als 5.000 €

Warum Best Practice?

  • Gelungene Zielgruppenansprache: auf den thematischen Spaziergängen entdecken Einkaufs- und Kunstinteressierte die Vielfalt ihrer Einkaufsstadt. Die Kombination aus inhabergeführtem Handel und Werken regionaler Künstler*innen schafft Identität.

  • Erfolgsmodell: seit 2004 haben die Spaziergänge in Summe durch ca. 500 Geschäfte geführt.

Zielstellung

Was wollen wir erreichen?

  • Auf neueröffnete und alteingesessene inhabergeführte Läden aufmerksam machen.
  • Teilnehmer*innen als Neukund*innen gewinnen und sie so sehr begeistern, dass sie die Geschäfte weiterempfehlen.

Projektbeschreibung

Was ist unser Projekt? Worum geht es?

Die Großstadt Fürth ist geprägt von vielen inhabergeführten Betrieben und hat sich damit eine eigene Identität bewahrt. Bei den jährlich 4-6-mal stattfindenden Einkaufsführungen sowie dem Kunstspaziergang sind Bürger*innen und Gäste eingeladen, die Fürther Geschäftswelt unter einem neuen Blickwinkel zu besuchen. Die kostenlosen 90-minutigen Rundgänge führen jeweils durch 5-6 neue, versteckte oder auch alteingesessene Fachgeschäfte.

Die Geschäftsinhaber*innen erklären den 20-30 Teilnehmerinnen die Philosophie des Geschäfts, seine Besonderheiten, reichen Kost- oder Duftproben, gewähren einen Einblicke hinter die Kulissen, etc. Bei den Kunstspaziergängen sind in den Geschäften zudem Werke regionaler Künstler*innen aufgestellt. Es können Fragen an die Geschäftsinhaber*innen, die anwesenden Künstler*innen und die Innenstadtbeauftragte gestellt werden.

Die Teilnehmer*innen, insbesondere die regelmäßigen, erhalten einen kompletten Überblick über das Fürther Sortiment und entdecken interessante Geschäfte. Oft begleitet die Presse den Rundgang. Die Geschäftsinhaber berichten, dass die Teilnehmer*innen häufig zurückkehren, als neue Kund*innen gewonnen werden und die kennengelernten Geschäfte an Bekannte weiterempfehlen.

Projekt-Fahrplan

Wie sind wir vorgegangen?

Die Einkaufsführungen sind 2003 aus der Idee entstanden dem damals üblichen Satz „In Fürth bekommt man nichts“ aktiv entgegenzuwirken. Initiiert wurden sie von der Innenstadtbeauftragten. Über die Jahre wurde das Angebot fortgeführt und weiterentwickelt.

Die jährliche Organisation beginnt im November – Dezember des Vorjahres. Festgelegt werden die teilnehmenden Läden für die Einkaufsführungen und die Künstler für den Kunstspaziergang. Das Grobkonzept für den Flyer wird erstellt und seine Gestaltung/Druck vergeben. (ca. 2 Arbeitstage Aufwand)

Ca. 4 Wochen vor dem jeweiligen Spaziergang erfolgt die Ansprache der teilnehmenden Geschäfte durch die Innenstadtbeauftragte sowie die Veröffentlichung von Pressemitteilungen. (ca. 1 Arbeitstag)

Die 4 – 6 Spaziergänge verteilen sich über das Jahr. In den meisten Jahren findet ein Kunstspaziergang im Februar statt sowie eine Führung mit dem Schwerpunkt Weihnachtsgeschenke im Dezember. Die weiteren Führungen widmen sich wechselnden Themen oder setzten den Schwerpunkt auf die Erkundung eines Quartiers.

In den Jahren 2020/21 konnten aufgrund der Corona-Pandemie leider keine Führungen angeboten werden.

Partnerschaften

Wer war mit im Boot?

Stadtverwaltung; Einzelhandel; Innerstädtische Einkaufszentren

Konkret:

Innenstadtbeauftragte Karin Hackbarth-Herrmann (Wirtschaftsreferat Stadt Fürth) sowie die jeweiligen teilnehmenden Geschäfte und regionalen Künstler

Aufwände

Finanzen:

Kosten für Flyer und Fotos ca. 700 € /Jahr

Personal:

3-5 Arbeitstage der Innenstadtbeauftragten pro Jahr. Davon ca. 2 Arbeitstage für die Organisation des Jahresprogramms. Je Spaziergang ca. 1 Arbeitstag Vorbereitung & Eigentümeransprache, sowie 2 Stunden für die Durchführung. Der Aufwand für den Kunstspaziergang ist höher, da in den Läden Kunstwerke ausgestellt werden.

Gut zu wissen

Unsere Tipps für Nachahmer

Stolpersteine gibt es kaum, da es jedem Geschäft frei steht teilzunehmen und es hierfür ausreichend Interessenten gibt.