Homburg: Homburg Steine

Kategorie:

Standortförderung und Leerstand

Innovation im Handel

Events, Belebung und Frequenz

Marketing und Kommunikation

Organisation und Zusammenhalt

Einwohnerzahl: 42.000
Bundesland: Saarland
Jahr der Umsetzung: 2020
Projektvolumen: bis 50.000 €

Warum Best Practice?

  • Sympathische, facettenreiche Aktion für alle Generationen und ein breites Publikum

  • Geschickte Kopplung von Aktionen bringt doppelte Aufmerksamkeit für den digitalen Stadtgutschein sowie für die Innenstadt als Erlebnis- und Entdeckungsort

  • Vernetzung sehr vieler Gruppen der Stadtgesellschaft und entsprechende Stärkung des Wir-Gefühls

Zielstellung

Was wollen wir erreichen?

  • Unterstützung des lokalen Handels und Dienstleister durch Einführung eines digitalen Stadtgutscheins
  • Steigerung des Wir-Gefühls und Stärkung der Identität mit der Stadt
  • Vernetzung von Homburger Handel, Gastronomie, Kultur, Bürgerschaft, Kundschaft und Institutionen (wie Altenheime, psychosoziale Projekte usw.

Projektbeschreibung

Was ist unser Projekt? Worum geht es?

Zur Vermarktung des neu eingeführten „Homburger Geschenkgutscheins“ kombinierte die Aktion „Homburg Steine“ einen Malwettbewerb mit einer Schatzsuche und einem Gewinnspiel. Steine zu bemalen ist ein Trend, der bei Jung und Alt mit guter Laune beim Malen und Finden in Verbindung gebracht wird. Die Aktion griff diesen auf und verwandelte die Innenstadt für ein breites Publikum zum Erlebnis- und Entdeckungsort.

Der Malwettbewerb „Wer malt den schönsten Homburg-Stein?“ rief kreative Bürger*innen auf, Steine mit Homburger Motiven zu bemalen. Diese wurden auf sozialen Medien, auf Plakaten und in einem leerstehenden Ladenlokal in Homburg ausgestellt und so einem breiten Publikum zur Abstimmung zugänglich gemacht. Zusätzlich bemalten Künstler*innen und soziale Einrichtungen Steine im Rahmen des Gewinnspiels „Homburger Gewinnsteine“. Die Steine aus beiden Aktionen wurden während der „Heimat Shoppen Aktionstage“ von den teilnehmenden Händlern, Dienstleistern und Gastronomen im eigenen Geschäft oder im öffentlichen Raum für die Schatzsuche „ausgewildert“. Gefundene Gewinnsteine konnten beim Homburger Einzelhandel / Gastronomie eingelöst werden. Die Gewinner des Malwettbewerbs erhielten Homburger Geschenkgutscheine und Sonderpreise Homburger Unternehmen.

Jugendliche, Familien und Interessensgruppen, die keine ausgeprägte Affinität zum Stadtbummeln besitzen, konnten für die Aktion begeistert werden, um sich an der Schatzsuche zu beteiligen. Dabei wurden Neukunden auf die Angebote der lokalen Betriebe aufmerksam. Mit der Einbindung verschiedener Akteure stärkte die Aktion das Wir-Gefühl und die Identifikation mit der Stadt nachhaltig.

Projekt-Fahrplan

Wie sind wir vorgegangen?

  • April 2020: Entwicklung der Idee
  • Mai 2020: Diskussion, Abstimmung und Erstellung des Konzeptes
  • 03. Juni 2020: Aufruf zum Malwettbewerb „Wer malt den schönsten Homburg-Stein?“
  • Juli 2020: Aufruf und Ansprache an und von Homburger Künstler*innen und sozialen Einrichtungen zum Malen von Gewinnsteinen mit Bezug zu Homburg
  • 06.-30. August 2020: Abstimmaktion „Schauen-Freuen-Voten“ zum Malwettbewerb „Wer malt den schönsten Homburg-Stein?“ durch Zuschrift, E-Mail und soziale Medien. Die Steine wurden in einem leerstehenden Ladenlokal in der Homburger Innenstadt ausgestellt sowie auf Plakaten und in sozialen Medien und auf der Homepage der Stadt Homburg präsentiert.
  • 11. September 2020: Start des Gewinnspiels „Homburger Gewinnsteine“ durch Auswilderung von über 500 Steinen – davon 150 Gewinnsteine. Teilnehmer des Heimatshoppens (Händler, Dienstleister und Gastronomen) verteilten sie im eigenen Geschäft, im Park, auf Parkplätzen oder irgendwo sonst in der Stadt. Insbesondere durch Familien und Jugendliche, die sich auf die Suche nach den Homburg Steinen machten, entstand eine merkliche Frequenzsteigerung in der Stadt und in den Geschäften. Nahezu alle Gewinne wurden innerhalb von 3 Wochen in den Geschäftsräumen der Einzelhändler und Gastronomen, welche Gewinne zur Verfügung gestellt hatten, und bei der Stadt Homburg eingelöst.
  • 11. September 2020: Prämierung der schönsten Steine aus dem Malwettbewerb „Wer malt den schönsten Homburg-Stein?“ mit dem neuen Homburger Geschenkgutschein und Ausstellung in der Homburger Innenstadt.
  • Ab 15. September 2020: Einführung des neuen Homburger Geschenkgutscheins mit weiteren Aktionen zur Bewerbung wie z.B. Testimonial-Aktion mit Homburger Unternehmen und sozialen Einrichtungen nach dem Motto: „Wir sind dabei, weil….“

Partnerschaften

Wer war mit im Boot?

Stadtverwaltung; Einzelhandel; Hotellerie / Gastronomie; Dienstleistungsunternehmen; Industrie- und Gewerbeunternehmen; Innerstädtische Einkaufszentren; Vereine; Immobilieneigentümer; Bürgerschaft

Konkret: Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing; Tourist-Info Homburg; Feuerwehr der Kreisstadt Homburg; 5 Künstler*innen; 48 Einzelhandelsbetriebe; 3 Gastronomen; 8 weitere lokale Unternehmen; die Vereine Psychosoziale Projekte Saarpfalz e.V. und ARTefix freie Kunstschule Saarpfalz e.V.; Pro Seniore Residenz Hohenburg

33 Teilnehmer*innen am Malwettbewerb und über 1.000 Voting-Teilnehmer

Aufwände

Finanziell:

  • Kosten für Druck von Bannern, Plakaten, Flyern: 1.500,- Euro
  • Kosten für Anzeigen, Werbung in sozialen Medien, Radiowerbung: 3.500,- Euro
  • Materialkosten: 500,- Euro
  • Finanzierung: Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing und Förderkreis Stadtmarketing Homburg e.V

Personell: 

  • 150 Stunden Personaleinsatz (inkl. bspw. Prämierung, Arbeiten des Baubetriebshofs, Recherche, Akquise, Nachbearbeitung, Pressearbeit)

Gut zu wissen

Unsere Tipps für Nachahmer

Die Abstimmung mit der Vielzahl der Akteure benötigt eine große Vorlaufzeit und persönliche Ansprache.

Beeindruckend war die vielfältige positive Sichtweise der Wettbewerbsteilnehmer*innen und (Hobby)Künstler*innen auf Homburg, welche durch die Kunstwerke auf den Steinen zum Ausdruck gebracht wurden und die sich auf die Stimmung der Kundschaft übertragen hat.

Einige Händler nutzen bis heute die Gewinnsteine, die bei Ihnen eingelöst wurden als Dekorationsobjekte in Vitrinen und Schaufenstern.

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