Lübeck: ÜBERGANGSWEISE

Kategorie:

Stadtgestaltung und Immobilien

Standortförderung und Leerstand

Marketing und Kommunikation

Events, Belebung und Frequenz

Einwohnerzahl: 222.077
Bundesland: Schleswig-Holstein
Jahr der Umsetzung: 2022 – 2025
Projektvolumen: mehr als 100.000 Euro

Warum Best Practice?

  • Strategische Einbindung: unter der starken Marke ÜBERGANGSWEISE vereinen sich experimentelle Projekte des kreativen Wandels, der Beteiligung und Begegnung
  • Innovation: Pop-Up Aktionen an verschiedenen innerstädtischen Orten im Stadtraum und die Belebung von Leerständen, darunter einer ehem. Karstadt-Immobilie, schaffen Besuchsanlässe
  • Identifikation: Stadtgesellschaft und fachlichen Stakeholder beteiligen sich am breiten Diskurs zur Zukunft der Innenstadt; starke Pressewirkung; eine Befragung spiegelt sehr positives Feedback zu den inszenierten Flächen

Zielstellung

Was wollen wir erreichen?

  • Ziel ist es, die Innenstadt mit ihren zentralen Funktionen als wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum sowie als attraktiver Wohnort, Begegnungs- und Erlebnisraum positiv weiterzuentwickeln.
  • Im Konkreten bedeutet das:
    – die Stärkung der Resilienz und der lokalen Ökonomie sowie die Förderung des gesellschaftlichen Lebens
    – die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Frequenz in der Lübecker Innenstadt

Projektbeschreibung

Was ist unser Projekt? Worum geht es?

Mit der Innenstadtinitiative ÜBERGANGSWEISE machte die Hansestadt Lübeck den Wandel ihrer Innenstadt erlebbar. Ziel des Projekts war es, auf strukturelle und gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren und neue Perspektiven für Nutzung, Aufenthalt und Zusammenarbeit in der Altstadt zu entwickeln. In vier Teilprojekten wurden Leerstände aktiviert, öffentliche Räume neu gedacht und Beteiligung gelebt.

Leuchtturm der Initiative war das ÜBERGANGSHAUS im ehemaligen Karstadt-Gebäude in der Lübecker Altstadt. Im Rahmen einer rund eineinhalbjährigen Zwischennutzung entstand hier ein offener Mixed-Use-Ort mit Raum für Begegnung, Kreativität und gemeinsames Arbeiten. Auf zwei Etagen wurden vielfältige Nutzungen erprobt – von Bildungs- und Medienangeboten über Kultur- und Veranstaltungsformate bis hin zu konsumfreien Aufenthalts- und Co-Working-Bereichen. Das ÜBERGANGSHAUS diente zugleich als Reallabor: Unterschiedliche Akteur:innen testeten neue Formate und Nutzungsideen unter realen Bedingungen. Die hohe Resonanz mit über 100.000 Besucher:innen und mehr als 130 Veranstaltungen machte deutlich, wie groß der Bedarf an offenen, niedrigschwelligen Orten für Austausch und Mitgestaltung ist. Mit dem Ende der Projektförderung wurde die Zwischennutzung abgeschlossen; ab 2026 wird das Gebäude zu einem dauerhaften Kultur- und Bildungsstandort umgebaut (www.luebeck.de/bildungshaus).

Mit den ÜBERGANGSRÄUMEN wurden leerstehende Ladenflächen in der Altstadt temporär für Gründer:innen, Kulturschaffende und neue Geschäftsmodelle geöffnet. Die Wirtschaftsförderung Lübeck stellte die Flächen zu günstigen Konditionen bereit und ermöglichte es so, innovative Nutzungsideen zu erproben. Mehrere Zwischennutzungen konnten verstetigt werden oder fanden neue Standorte in der Innenstadt.

Die ÜBERGANGSORTE richteten den Fokus auf den öffentlichen Raum. Unter anderem wurden Plätze wie der Koberg oder der Lübecker Schrangen temporär umgestaltet und als konsumfreie Aufenthaltsorte aktiviert. Über mehrere Sommer hinweg entstanden grüne, niedrigschwellige Orte zum Verweilen, Begegnen und Mitmachen. Veranstaltungen und Angebote im ÜBERGANGSHAUS erweiterten diese Räume und stärkten die Aufenthaltsqualität der Innenstadt sichtbar.

Das Teilprojekt ÜBERGANG.GESTALTEN bündelte Steuerung, Beteiligung und strategische Einordnung. In Dialog- und Beteiligungsformaten wurden Fachakteur:innen ebenso wie interessierte Bürger:innen in den Prozess eingebunden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Erarbeitung eines Handlungsprogramms für die Lübecker Innenstadt ein, das zentrale Handlungsfelder definiert und konkrete Ansätze für einen zukunftsorientierten Umgang mit dem Wandel aufzeigt.

Projekt-Fahrplan

Wie sind wir vorgegangen?

Handlungsgrundlage für ÜBERGANGSWEISE sind der Rahmenplan Innenstadt inklusive Mobilitätskonzept und das Tourismusentwicklungskonzept (TEK 2030) der Hansestadt Lübeck. Beide Konzepte wurden von 2018 bis 2019 im Rahmen einer umfassenden Bürgerbeteiligung erarbeitet und zeigen klare Wege für die Zukunft der Altstadt auf. Nach Erstellung der Konzepte sind mit der Covid-19-Pandemie und der Ukraine-Krise neue Entwicklungen eingetreten, die den Strukturwandel beschleunigen. Im Jahr 2020 wurde zudem die Karstadt Sport Filiale in Lübeck geschlossen, wodurch sich die Leerstandsituation in Lübeck weiter zugespitzt hat. Hier sind gesonderte Lösungen gefragt, die ÜBERGANGSWEISE angeht. Dabei war es wichtig, nicht nur Einzelaspekte aufzugreifen, sondern diese zu kanalisieren und das große Ganze zu betrachten, um den verschiedenen Herausforderungen des Strukturwandels effektiv begegnen zu können.

 

  • Oktober 2022: Zuwendungsbescheid für Bundesförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“.
  • 29. November 2022: Die Hansestadt Lübeck kauft die ehemalige Karstadt-Sport-Immobilie in der Lübecker Innenstadt.
  • 2. Februar 2023: Die Initiative erhält ihren neuen Namen ÜBERGANGSWEISE (vorher IN-NOVATIONSKONTOR.LÜBECK).
  • 30. März 2023: Beginn der Beteiligung für die Zwischennutzung im ÜBERGANGSHAUS mit den zukünftigen Nutzer*innen.
  • 6. Juni 2023: Vorstellung im Bau- und Hauptausschuss – Beschluss der Zwischennutzung im ÜBERGANGSHAUS.
  • 14. Juni 2023: Start der Innenstadt-Kampagne und Marketingmaßnahmen von ÜBERGANGSWEISE (Plakatierung auf 200 Flächen im Lübecker Stadtgebiet mit City-Light-Postern, Anzeigenschaltung, Radiowerbung, Postkartenverteilung, Merchandising-Artikel, Give-aways) sowie Live-Schaltung der Kampagnenwebsite www.luebeckuebergangsweise.de und des Instagram-Kanals @luebeckubergangsweise.
  • 22.-25. Juni 2023: Erste Sonderveranstaltung im ÜBERGANGSHAUS – Lübeck feiert Mid-sommar auf dem Schrangen und eröffnet die ÜBERGANGSWIESE.
  • 3. Juli 2023: Eröffnung des ÜBERGANGSGARTEN auf dem Koberg (bis Oktober 2023).
  • 14. Juli 2023: Beginn des Beteiligungsprozesses (Phase 0) für die Nachnutzung des ÜBERGANGSHAUS mit Nutzer*innen aus Bildung und Kultur.
  • 29. September bis 1. Oktober 2023: Lübeck feiert das ÜBERGANGSWOCHENENDE und lädt dazu ein, den ÜBERGANGSGARTEN, die ÜBERGANGSWIESE, Pop-Up-Aktionen auf dem Markt und ein buntes Programm im ÜBERGANGSHAUS zu entdecken.
  • 5. Oktober 2023: Der erste ÜBERGANGSRAUM wird in Kooperation mit dem Verein KulturHorst unter dem Namen VersuchsHaus eröffnet – ein Ort für Begegnung, Kunst und Kultur.
  • Oktober 2023: Beginn der ersten Stakeholdergespräche aus Politik und Verwaltung für die Strategie der Initiative.
  • November und Dezember 2023: Das ÜBERGANGSHAUS wird für verschiedene Sonderveranstaltungen genutzt und erstmals für den Schulunterricht erprobt.
  • 27. November bis 23. Dezember 2023: Maritimer Weihnachtsmarkt „Hafenglühen“ am Drehbrückenplatz.
  • 13. bis 15. Dezember 2023: Vertreter*innen der Stadtgesellschaft reisen im Rahmen einer Fachexkursion nach Bremen und Groningen, um für ÜBERGANGSWEISE von anderen Innenstadtprojekten zu lernen.
  • 15. Februar 2024: Auf der Lübecker Altstadtinsel wird der zweite ÜBERGANGSRAUM mit knapp 450 Quadratmetern eröffnet und bietet Platz für sieben verschiedene Nutzungen – vom Yoga-Studio über IT-Kurse für Kinder und Jugendliche bis zur Nachhaltigkeitsberatung.
  • 13. März 2024: Beginn des Stadt- und Fachdialogs mit rund 70 Akteuren aus Wirtschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
  • 20. März 2024: Neues Kooperationsangebot für Lübecker Einzelhändler*innen und Gewerbetreibende – die ÜBERGANGSINSELN laden wie eine Parkbank dazu ein, sich niederzulassen und über den Wandel in der Innenstadt nachzudenken, ins Gespräch zu kommen und eigene Ideen in die Initiative einzubringen.
  • März 2024: Beginn der Umbauarbeiten für die Zwischennutzung im ÜBERGANGSHAUS.
  • 3. April 2024: Die DENKBAR – das offene Planungsbüro von ÜBERGANGSWEISE – eröffnet als Pop-Up-Büro in der Innenstadt.
  • 11. bis 12. April 2024: Eine Delegation aus Groningen ist zu Gast in Lübeck, um den Aus-tausch fortzusetzen und aktuelle Stadtentwicklungsprojekte in Lübeck vorzustellen. Die Erkenntnisse fließen in den Stadt- und Fachdialog ein.
  • 26. April 2024: Der dritte ÜBERGANGSRAUM auf rund 200 Quadratmetern eröffnet in der Innenstadt – das junge Unternehmen „Bling Bling Bikes“ hat sich auf die professionelle und nachhaltige Reinigung von Fahrrädern spezialisiert.
  • 7. bis 9. Juni 2024: Das ÜBERGANGSHAUS öffnet erstmals nach dem Umbau zur Zwi-schennutzung anlässlich des HanseKulturFestivals (HKF) seine Türen.
  • 11. Juni 2024: Start der Zwischennutzung im ÜBERGANGSHAUS.
  • 5. Juli 2024: Der ÜBERGANGSGARTEN auf dem Koberg erstrahlt wieder in voller Blüte (bis Oktober 2024).
  • 13. Juli 2024: Bei der öffentlichen Veranstaltung ÜBERGANGSWERKSTATT im ÜBERGANGSHAUS können sich Lübecker:innen über die Initiative und den begleitenden Dialog informieren und eigene Impulse einbringen.
  • 15. Juli 2024: Das Mixed-Use-Konzept für die Nachnutzung des ÜBERGANGSHAUS steht – die Vorplanung kann beginnen.
  • 16. Juli 2024: Der Digital Learning Campus – Lernort Lübeck startet sein Programm rund um digitale Bildung im ÜBERGANGSHAUS.
  • 4. Oktober 2024: Lübeck feiert das ÜBERGANGSWOCHENENDE mit einem bunten Programm in der Innenstadt
  • 25. November 2024: Eröffnung maritimer Weihnachtsmarkt „Hafenglühen“
  • 3. April 2025: Eröffnung des neuen ÜBERGANGSRAUMS „Feines aus Lübeck“ mit Angeboten aus regionalen Manufakturen
  • 7. Juni 2025: Der Lübecker Schrangen wird zur ÜBERGANGSWIESE – eine blühende Oase mit Wildblumen, Sitzgelegenheiten und dem Kunstwerk „Schrangen River“
  • 23 Juni 2025: Verteilung von ÜBERGANGSBÄNKEN auf der Altstadtinsel
  • 3. Juli 2025: Eröffnung des ÜBERGANGGARTENS auf dem Koberg
  • 4. Oktober 2025: Drittes ÜBERGANGSWOCHENENDE mit vielfältigem Programm in der Innenstadt
  • 30. November 2025: Ende des Förderzeitraums
  • 19. Dezember 2025: Ende der Zwischennutzung im ÜBERGANGSHAUS
  • ab 2026: Umbau des ÜBERGANGSHAUS zum neuen Kultur- und Bildungsort
    Mehr Informationen unter: www.luebeck.de/bildungshaus

Partnerschaften

Wer war mit im Boot?

Stadtverwaltung; Einzelhandel; Hotellerie/Gastronomie; Dienstleistungsunternehmen; Industrie- und Gewerbeunternehmen; Vereine; Kammern und Verbände; Immobilieneigentümer; Stiftungen; Bürgerschaft; Sonstiges: Lübecker Innenstadtgymnasien und Hochschulen, Stadtschülerpar-lament

Konkret:

ÜBERGANGSWEISE ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hansestadt Lübeck (Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung, Fachbereich Gebäudemanagement), der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH und der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM).

Beteiligungsprozess zur Nachnutzung im ÜBERGANGSHAUS:
Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck (Federführung); Baupiloten, FAR frohn&rojas und Metrum (Strategische Begleitung);
Weitere: Johanneum zu Lübeck, Katharineum zu Lübeck, Ernestinenschule zu Lübeck, Oberschule zum Dom, Universität zu Lübeck, Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck, Offener Kanal Lübeck, Technikzentrum Lübeck, Hanse Innovation Campus Lübeck, Bereich Schule und Sport der Hansestadt Lübeck

Zwischennutzung im ÜBERGANGSHAUS:
Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck in Kooperation mit Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (Federführung); Digital Learning Campus als Gemeinschaftsprojekt mit 7 Projektpartnern, darunter die Technische Hochschule, die Universität zu Lübeck, die Musikhochschule, der Offene Kanal Lübeck.
Weitere: Movement Family e. V., Kulturakademie der Diakonie Nord Ost, Lübecker Altstadtgymnasien und viele mehr.

ÜBERGANGSRÄUME: Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH (Federführung); KulturHorst e.V., Asana Praxis, Lehrerin Gisa Schuh (Deutsch-Kurse für Migrant:innen), Schreib- und Büchersalon Maren L. Wienberg, NewCoder Lübeck, Atelier art mare, Nachhaltigkeitsberatung ÜBERMORGEN, Die Weinmanagerin, Bling Bling Bikes.

Stadt- und Fachdialog im Rahmen von ÜBERGANG.GESTALTEN: Stadtplanung der Hansestadt Lübeck (Federführung, Strategie); Urban Catalyst (Strategie); Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (Strategie, Kommunikation und Pressearbeit); Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH (Strategie); steg Hamburg (Umsetzungsmanagement); rund 100 Akteure aus Wirtschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

ÜBERGANG.ERLEBEN: Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (Steuerung und Federführung der Gesamtkommunikation aller Teilprojekte inkl. Pressearbeit); rund 70 Partner*innen bei den Aktionen und Inszenierung öffentlicher Räume.

Aufwände

Finanziell:

Die Gesamtkosten von ÜBERGANGSWEISE belaufen sich auf 5,52 Mio. Euro.

Das Projekt wurde durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit rund 5 Millionen Euro gefördert. Der kommunale Eigenanteil im Rahmen dieses Bundesprogramms betrug für die Hansestadt Lübeck 10 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben.

Darüber hinaus wurde die inhaltliche Bespielung der Zwischennutzung des ÜBERGANGSHAUSES durch das Förderprogramm der Innenstadtentwicklung und der Stadt- und Ortszentren (Innenstadtprogramm) des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung (MILIG) des Landes Schleswig-Holstein mit 500.000 Euro gefördert.

Ein Anteil der Fördermittel wurde für das Einzelprojekt ÜBERGANGSHAUS verwendet. Zum einen für den umfassenden Planungsprozess der Endnutzung, aber auch für die Herrichtung und Bespielung in der Zwischennutzung. Die weiteren Mittel verteilten sich auf die begleitende Innenstadt-Kampagne ÜBERGANG.ERLEBEN, das Teilprojekt ÜBERGANG.GESTALTEN – das unter anderem die Entwicklung einer Strategie für den gesamten Prozess umfasst – und auf das Vorhaben ÜBERGANGSRAUM zur Aktivierung von Leerständen.

Personell:

Im Teilprojekt ÜBERGANG.ERLEBEN wurde bei der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH eine zusätzliche Vollzeitstelle für das Veranstaltungsmanagement und eine weitere Vollzeitstelle für das Kampagnenmanagement geschaffen. Für die übergeordnete Projektsteuerung eine 0,5 Stelle. Darüber hinaus arbeitete das Kernteam für das Projekt im Sinne der inhaltlichen und fördertechnischen Abwicklung mit anteiligen Stunden (Geschäftsführung, Pressestelle, Marketing, Verwaltung/Buchhaltung).

Im Teilprojekt ÜBERGANGSRAUM wurde bei der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH eine zusätzliche Vollzeitstelle für das Projektmanagement geschaffen.

Im Teilprojekt ÜBERGANG.GESTALTEN wurde im Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung eine Personalstelle für die Projektleitung geschaffen (nicht Teil der Förderung), die inhaltlich voll mit dem Projekt ausgelastet war. Darüber hinaus wurden für die Abwicklung des Förderprogramms weitere Personalkapazitäten benötigt.

Für den Umbau und die Nachnutzung des ÜBERGANGSHAUSES durch den Fachbereich Gebäudemanagement wurden zwei neue Vollzeitstellen geschaffen.

Durch die Initiierung vieler neuer Einzelmaßnahmen und die hohe Priorität des Gesamtprojektes wurden durch umfangreiche Abstimmungsprozesse viele weitere fachbereichsübergreifende Personalressourcen in der gesamten Hansestadt Lübeck eingebunden.

Im Rahmen von ÜBERGANGSWEISE wurden externe Fachbüros beauftragt:

  • Entwicklung und Umsetzung der Strategie im Rahmen von WANDEL.GESTALTEN: Urban Catalyst und die steg Hamburg
  • Beteiligungsprozess zur Nachnutzung im ÜBERGANGSHAUS: FAR frohn&rojas, Die Baupiloten und Metrum Managementberatung
  • Unterstützung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: ifok GmbH
  • Marken- und Kommunikationskonzept inkl. Brandbook: Realizing Progress, borowiakziehe KG

    Gut zu wissen

    Unsere Tipps für Nachahmer

    • Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Motor: Innenstadtentwicklung braucht einen kontinuierlichen Dialog, denn die Themen und Akteurskonstellationen sind vielfältig und müssen immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Die Ansprache der Fachöffentlichkeit und bestimmter Akteursgruppen stellt dabei mitunter eine Herausforderung dar. Daher ist es wichtig, frühzeitig auf bestehende Netzwerke aufzubauen und Multiplikatoreneffekte zu nutzen.
    • Kreativ und erlebbar: Die Innenstadtentwicklung sollte physisch an einem Ort in der Innenstadt verankert sein. Dieser Ort dient sowohl als Anlaufstelle für Interessierte und Engagierte, die hier einen transparenten Einblick in die laufenden Prozesse erhalten, als auch als Projektarbeitsplatz, an dem sich alle Akteure zur Zusammenarbeit treffen. Der persönliche Austausch fördert das gegenseitige Verständnis und erleichtert die Verteilung der Arbeit auf mehrere Schultern gemäß dem Motto „Innenstadtentwicklung als Gemeinschaftswerk“.
    • Vernetzung und Best Practice: Der Austausch mit anderen Städten, die ähnliche Projekte in ihren Innenstädten verfolgen, ist ein wertvoll. Durch diesen Austausch können gemeinsame Herausforderungen bewältigt, Wissen ausgetauscht und von Best-Practice-Beispielen gelernt werden. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass es bei der Entwicklung von Innenstädten kein Patentrezept gibt, sondern individuelle Ansätze im Fokus stehen. Dabei ist es wichtig, sich nicht in kleinteiligen Maßnahmen zu verlieren, sondern stets das große Ganze im Blick zu behalten.
    • Mut im Tun: Ob Maßnahmen funktionieren, zeigt sich am besten in der Praxis. Durch kontinuierliche Evaluierung und Neuausrichtung können Maßnahmen effektiv angepasst und verbessert werden.
    • Verstetigung: Um die Innenstadtentwicklung langfristig voranzutreiben, müssen frühzeitig Ideen zur Verstetigung von Maßnahmen und Steuerungsinstrumenten über die Projektlaufzeit hinaus entwickelt werden. Dies erfordert eine rechtzeitige Berücksichtigung entsprechender Finanzierungsansätze in den Haushaltsplänen, um zu verhindern, dass Maßnahmen nach Auslaufen der Förderung versanden.

    Kontakt

    Hansestadt Lübeck (Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung, Fachbereich Gebäudemanagement)

    Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH

    Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM)