Hannover: Smart Outdoor Piano
Kategorie: Events, Belebung und Frequenz Einwohnerzahl: Bundesland: Jahr der Umsetzung: Projektvolumen: |
Warum Best Practice?
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Begegnungsort: das wetterfeste Klavier lädt Menschen aller Altersgruppen dazu ein, spontan Musik zu machen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen – mitten im öffentlichen Raum und rund um die Uhr zugänglich.
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Strategische Einbindung: das Piano erzeugt als Marketingbestandteil für Hannovers Kulturareal „Kulturdreieck“ und der UNESCO City of Music überregionale Strahlkraft.
Zielstellung
Was wollen wir erreichen?
- Mit dem frei zugänglichen Piano als neues kulturelles Angebot außerhalb klassischer Einrichtungen die Teilhabe und den Zusammenhalt unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Hintergrund oder musikalischer Erfahrung fördern.
- Kultur sichtbar und erlebbar in den öffentlichen Raum tragen und damit die Entwicklung des Kulturdreiecks als lebendiges Kulturareal sowie die UNESCO City of Music stärken.
- Niedrigschwellige Aufenthaltsqualität schaffen, um länger auf dem Opernplatz und der Innenstadt zu verweilen und ungezwungene Begegnungen zwischen Menschen zu ermöglichen.
Projektbeschreibung
Was ist unser Projekt? Worum geht es?
Mit dem Smart Outdoor Piano ist auf dem Opernplatz im Herzen Hannovers ein innovativer Begegnungsort entstanden, der Kultur, digitale Technik und Stadtentwicklung verbindet.
Das Piano ist rund um die Uhr frei zugänglich. Es lädt alle Menschen in Hannovers Innenstadt spontan zum Musizieren ein und steht auch Musiker*innen der Oper oder der freien Szene zum Proben und als Bühne zur Verfügung: mitten im Kulturdreieck – für alle und unter freiem Himmel.
Das Piano entstand 2025 als Meilenstein im Projekt „Sounds & Screens“ des Kulturmanagements als Teil der Smart-City-Initiative Restart:#HANnovativ. Nach einem Kunst-Pitch entwickelte die Landeshauptstadt Hannover die Idee gemeinsam mit Piano Bombing e.V. weiter. Bund und Kommune finanzierten das rund 50.000 Euro umfassende Vorhaben. Am 12. Dezember 2025 wurde das erste Outdoor-Piano Norddeutschlands im Rahmen von „OPEN KEYS“ eröffnet. Das Beton-Klavier ist witterungsfest gebaut und für die Stadtverwaltung per App („remote“) ansteuerbar, um Laustärke und Ruhezeiten zu regeln.
Es vereint niedrigschwellige kulturelle Teilhabe mit verträglicher Nutzung des zentralen Platzes. Es steigert die Aufenthaltsqualität und Frequenz, stärkt Identifikation und gesellschaftlichen Zusammenhalt und macht das Kulturdreieck sowie Hannover als UNESCO City of Music sichtbar.
Projekt-Fahrplan
Wie sind wir vorgegangen?
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In einer Kooperation des städtischen Kulturmanagements mit Piano Bombing e.V. und gefördert von Restart: #HANnovativ der Landeshauptstadt Hannover (LHH) kam das erste Outdoor-Piano Norddeutschlands am 12. Dezember 2025 auf den Opernplatz.
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Februar 2025: Das Outdoor-Piano wurde durch einen jährlichen Kunst-„Pitch“ im Kulturdreieck auf den Weg gebracht. Bei dem Wettbewerb hat eine interdisziplinär besetzte Jury einstimmig den Verein Piano Bombing aus Hannover für seine Projekt-Idee gekürt. Das Kuratorium hat vor allem das verbindende Element und die Niedrigschwelligkeit eines jederzeit zugänglichen Klaviers überzeugt – mit Strahlkraft für den Opernplatz und als „Entwicklungstool“ für die Umsetzung des Kulturareals.
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Ab März 2025: Ausarbeitung der Idee für den Maßnahmensteckbrief zur Förderung im Rahmen von Smart City und erfolgreiche Genehmigung durch den Bund
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Juni 2025: Präsentation und Beschlussdrucksache im Bezirksrat Mitte und Kulturausschus
- Ab Juli: Vergabe und Bestellvorgang
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10. Dezember 2025: Lieferung
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12. Dezember 2025: Installation und feierliche Eröffnung im Rahmen der Reihe „OPEN KEYS: Klaviermusik im Kulturdreieck“
Partnerschaften
Wer war mit im Boot?
Landeshauptstadt Hannover, Stadtverwaltung, Vereine
Konkret:
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Stabsstelle Kulturmanagement
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Stabsstelle Smart City
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Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
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Kooperation mit dem zivilgesellschaftlichen Akteur Piano Bombing e.V.
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Initiative Restart:#HANnovativ der Landeshauptstadt Hannover
Aufwände
Finanziell:
Die Kosten in Höhe von rund 50.000 Euro tragen zu 65 Prozent der Bund und zu 35 Prozent die Landeshauptstadt Hannover. Das Projekt wird gefördert im Rahmen von Restart: #HANnovativ der Landeshauptstadt Hannover durch das Förderprogramm des Bundes „Modellprojekte Smart Cities“.
Die Landeshauptstadt Hannover finanziert aus Mitteln des Kulturentwicklungsplans Gelder zur Pflege und Wartung sowie für Veranstaltungen am Outdoor-Piano.
Personell:
Das Smart Outdoor Piano ist ein Teilprojekt zur Umsetzung des Kulturdreiecks in Hannovers Innenstadt, für die eine Stelle zur Verfügung steht. Davon wurde ungefähr 10 Stunden pro Woche in die Installation des Smart Outdoor Pianos investiert. Personal im Dezernat für Bildung und Kultur übernimmt Aufgaben der Betreuung, Kuratierung und Weiterentwicklung des Smart Outdoor Pianos. Wichtiger Partner waren der ehrenamtlich arbeitende Verein Piano Bombing sowie diverse Fachbereiche der Landeshauptstadt Hannover, u.a. die Stabsstelle Smart City.
Gut zu wissen
Unsere Tipps für Nachahmer
- Einzubeziehen sind Denkmalschutz und Genehmigungsbehörde sowie eine regelmäßige Abstimmung mit dem Eventmanagement der am Opernplatz stattfindenden Großveranstaltungen, für die das Outdoor Piano temporär auch mal weichen musste.
- Es bedarf einer Moderation der Lautstärkeregelung für Menschen, die das Instrument gerne spielen und solchen, die in der Nähe arbeiten. Als Lösung wurde ein Wochenplan für unterschiedliche Lautstärken ausgearbeitet.
- Stadtbewohner*innen und Nutzer*innen melden sich als „Kümmerer“ direkt bei der Stadt, sobald es Defekte gibt.